Das Geldverdienen - mehr oder weniger

Vom Schreiben kann ich (bis jetzt) nicht leben. Das können Sie, verehrte Leser, ändern, indem Sie meine Publikationen erwerben oder dessen Erwerb empfehlen.
Solange das nicht der Fall ist, muß ich meine Zeit in den Broterwerb stecken und kann ergo weniger schreiben. Und damit entsprechend sparsamer zu Ihrer Unterhaltung beitragen.

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Internetzeitung Glockenbach-Kurier
Seit März 2007 Internetzeitung (nicht nur) für das Münchner Glockenbachviertel. Eher ein Hobbyprojekt.

Die Zick auf Münchnerisch

Münchnerisch ist mein Heimatdialekt und weil es (Stand: 2015) nur noch schätzungsweise 6 % waschechte Münchner gibt, ein um so erhaltenswerteres Kulturgut!

Angeblich steht Dialekt seit einiger Zeit wieder hoch im Kurs, vor allem der bayerische. Warum sonst werden wir GEZ-Zahler seit Jahren mit Alpenkrimis und Fernsehfilmen in oberbayerischem Ambiente zugeflimmert? Filme, in denen kein Akteur echtes Bayerisch spricht und alle in Dirndln und Trachten herumhüpfen, die es in Bayern so gar nicht gibt und nie gegeben hat! Und selbst im Bayerischen Fernsehen, das ja eigentlich ein Hort und Pflegestation des Bayerischen sein sollte, quälen sich in "Dahoam is dahoam" die allesamt völlig unbekannten Schauspieler erstens in billigen Kartonkulissen und zweitens mit dem bayerischen Dialekt! Ach, waren das noch bayerische Fernsehzeiten mit "Münchner Gschichten", "Die Hausmeisterin" und "Monaco Franze"...

Das Münchnerische ist übrigens von allen bayerischen Dialekten der "zahmste". Auf meiner literarischen Webseite "Auf guad münchnerisch" können sich also auch bildungs- und weltoffene Zuagroaste amüsieren: Mit Satirischem in Gedichtform, Prosa und Sketchen.

Die Zick

Jahrgang 1959;
richtig echt gebürtige Münchnerin (bis in die Großeltern-Generation zurück)

Gerne wäre ich länger geblieben, aber zwei zupackende Hände entrissen mich nach neun Monaten meinem Fünf-Sterne-Domizil mit heimeligem Dämmerlicht, Vollpension, Swimmingpool und Zimmerservice. Das grelle Licht am Ausgang von Hotel "Placenta Palace" war der erste Schock; der zweite ein Schlag auf meinen runzligen Hintern. Den Umzug in eine völlig andere Gegend hatte ich mir anders vorgestellt!
Damals war ich bedeutend kleiner als heute und ich hatte keine Haare; gottseidank sind mir bald welche gewachsen. Sonst hätte ich heute nichts, was ich mir raufen könnte. Die ersten Worte, die ich sprechen konnte, entziehen sich meiner Erinnerung, höchstwahrscheinlich waren es folgende: "Habe Hunger", "Habe Durst" und "Was ist das?".

Bereits in sehr jungen Jahren entdeckte ich einen Humor, der Torten im Gesicht wenig abgewinnen konnte, aber um so mehr der hintergründigen Betrachtung dessen, was "normal" ist. Dabei ergaben sich mehr Fragen als Antworten, vor allem beim automatisierten Gebrauch von Floskeln. Mir ist bis heute nicht klar, warum mich Leute im Angesicht meiner frisch geschorenen Kopfbehaarung immer fragen "Warst Du beim Friseur?"